In einer Welt voller Ungewissheiten und Trends, die sich über Nacht ändern, scheitert nicht die Strategie – sondern die Illusion, sie planen zu können. Was wir brauchen, ist nicht mehr Planung, sondern mehr Praxis. Genau hier setzen OKRs an.
In „Strategie als Praxis“ beschreibe ich u.a., wie die klassische Strategiearbeit oft zur Beschäftigungstherapie für das Topmanagement wird: unzählige Slides, detaillierte Analysen – und am Ende passiert nichts. Dabei ist der Schlüssel zum Erfolg ganz einfach: „Strategize, Execute, Review, Repeat“ – Denken im Handeln, nicht Denken vor dem Handeln. In meinem Buch „Strategie als Praxis“ argumentiere ich, dass OKRs (Objectives and Key Results) hier als Tool gewinnbringend eingesetzt werden können. Mit Hilfe dieses Managementframeworks, bringen sie die Strategie vom Konferenztisch in die tägliche Arbeit und schaffen damit eine Brücke zwischen Vision und Realität.
Statt starrer Jahresziele setzen OKRs auf iterative Zyklen, klare Ziele und überprüfbare Resultate – eingebettet in ein System, das Wandel nicht als Ausnahme, sondern als Normalzustand begreift. Dabei sind OKRs mehr als ein Performance-Tool:
Oder anders: OKRs sind Reflexionsräume, die systemische Veränderung ermöglichen – ganz im Sinne einer agilen, resilienten Organisation.
Strategie als Praxis stellt klar: Strategie ist kein Plan, sondern der Prozess, wie eine Organisation mit Unsicherheit umgeht. In diesem Verständnis sind OKRs Mechanismen der strategischen Selbststeuerung – Checklisten zweiter Ordnung. Denn: Wer mit OKRs arbeitet, entscheidet sich dafür, Optionen offen zu halten, Potenziale zu entwickeln und die Organisation ständig neu auszurichten – nicht reaktiv, sondern proaktiv.
Agile Strategiearbeit ist eine Führungsaufgabe. Doch nicht im klassischen Sinn des Durchplanens. Sondern als Ermöglichung von Sinn, Orientierung und Kommunikation – in einer Organisation, die ein System aus Konversationen ist. OKRs sind dann die Artefakte, an denen sich diese Konversationen ausrichten können.
"Strategie wird nicht geplant, sondern gemacht". Mit OKRs machen Sie diesen Anspruch operativ handhabbar.
Strategie im Jetzt leben
Wer OKRs richtig einsetzt, erkennt:
Strategie ist nichts, was „dazukommt“. Strategie ist das tägliche Tun. Die Herausforderung für Führungskräfte heute ist nicht, Pläne zu entwerfen, sondern Räume zu schaffen, in denen Wandel möglich ist.
OKRs sind ein solcher Raum. Sie helfen, die Zukunft im Jetzt zu gestalten – iterativ, mutig, klar.
Wenn du mehr dazu wissen willst - dann ist mein Buch „Strategie als Praxis“ vielleicht die richtige Lektüre für dich. Du kannst es jetzt hier beim Hanser-Verlag vorbestellen. In der Zwischenzeit laden wir auch herzlich dazu ein, durch die Wissensecke unserer Website zu stöbern. Viel Spaß wünscht Boris Gloger.
Das Bild in diesem Artikel wurde durch diesen Prompt bei Midjourney erstellt: „A modern, dynamic workspace where leaders and teams write OKRs on transparent boards, surrounded by evolving holographic strategy flows. Warm lighting, visible movement, collaboration, and emotional intensity. The team is diverse, engaged in active conversation, symbolizing "strategy as doing"