Die Scrum Alliance ist richtungslos

September 6th, 2010 11:22 am by Boris Gloger · 4 Comments · Scrum

Die Scrum Alliance (SA) ist in einer Krise. Jim Cundiff, Tobias Mayer und Simon Bennett werden ab 1.10.2010 nicht mehr für die Scrum Alliance arbeiten. Das Scrum Alliance Board trifft sich am 10. September zu einem Meeting, in dem die Strategie für die Zukunft gesucht wird.

Es gibt sicher unterschiedliche Meinungen darüber, worin die Zukunft der Scrum Alliance liegt, nicht nachvollziehen konnte ich jedoch während des Gatherings in Kapstadt, dass es das Board der SA seit dem Fiasko im September 2009 noch immer nicht geschafft hat, eine Richtung zu finden.

Ich bin gespannt, was die Zukunft bringt.

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Lernen ist Arbeitszeit – vom Erlernen der Scrum Praxis

September 2nd, 2010 11:23 am by Dieter Roesner · 6 Comments · Scrum

In einem meiner Professionell ScrumMaster-Training zum Thema Teamentwicklung kam, wie schon in vorherigen Seminaren, bei mehreren Teilnehmern die Frage auf, „wie können wir als ScrumMaster unsere Teams und Teammitglieder schneller (am besten sofort) dazu bringen, selbstorganisiert zu sein, mehr Engagement und Dynamik zu entwickeln, sich endlich zu bewegen“. Die (verständliche) Ungeduld der ScrumMaster war deutlich spürbar und zeigte auf, dass die am Scrum-Prozessen Beteiligten häufig in sehr unterschiedlichem Tempo vorangehen, um Scrum zu adaptieren und zu integrieren. Geht man dieser Frage etwas auf den Grund, stößt man unweigerlich auf das Thema Lernen. Scrum ist ein komplexes Verfahren und erfordert auf mehreren Ebenen Lernprozesse von allen Beteiligten. Diese komplexen Lern- und Übungsprozesse werden m.E. unterschätzt, oft zu wenig berücksichtigt. Ihnen wird zu wenig Zeit und Raum gegeben.

Die Lernebenen in Scrum-Kontexten beziehen sich auf

  • Methodik und Technik des Verfahrens
  • Scrum-Metaprinzipien,
  • Scrum-spezifische  Arbeitsstrukturen,
  • neue Rollenmuster,
  • Arbeiten in Teamkonstellationen
  • Veränderungsdynamiken in Systemen

Diese komplexen Ebenen erfordern also gleichzeitig fachlich-rationales, soziales und personales Lernen, in der Regel unter Zeit- und Erfolgsdruck und stellen somit echte Herausforderungen für alle Betroffenen, besonders aber für die Teammitglieder, dar.

Einige Thesen zum menschlichen Lernen

  • Menschen lernen in unterschiedlichen Geschwindigkeiten
  • Komplexes Lernen ist ein ganzheitlicher Prozess auf rationaler, emotionaler und körperlicher Ebene und realisiert sich bewusst und unbewusst
  • Komplexes Lernen ist ein Erfahrungsgeschehen, das im Idealfall durch rationale Informationen und dem Erleben von konkreten Situationen neue neuronale Strukturen in verschiedenen Bereichen des Gehirns generiert und mit der Zeit ausbaut und stabilisiert. 
    Dies gilt für alle oben genannten Lernebenen.
  • Lernen jeglicher Art heißt üben.

Komplexes Lernen verläuft in vier Phasen in einem nicht kontinuierlichen Prozess (d.h. mit partiellen Rückschritten, Stillständen, Bags):

  1. Phase der unbewussten Inkompetenz
  2. Phase der bewussten Inkompetenz
  3. Phase der bewussten Kompetenz
  4. Phase der unbewussten Kompetenz

Überträgt man diese Phasen auf Scrum Lernen ist die Phase 1 die “Phase der Unschuld“, in der die Betroffenen noch nicht wissen, dass sie bezogen auf Scrum nichts, oder nur sehr wenig, wissen.
Im ersten Kontakt mit der neuen Lernherausforderungen in Phase 2, in Einführungstrainings, dominiert in der Regel das Gefühl, die neuen Lernanforderung noch nicht wirklich zu beherrschen, d.h. bewusste Inkompetenz. Angesprochen ist hier vorwiegend rationales Lernen, begleitet von Unsicherheit, unbewusster und bewusster Abwehr, aber auch Neugier und echtem Interesse und Engagement.
Die dritte Phase der bewussten Kompetenz vollzieht sich in den Tagen und Wochen der Scrum-Einführung, der ersten Plannings und Sprints, Meetings, den Kontakten mit den externen Beratern usw. Hier entwickelt sich über Erfahrungslernen und Lernen vor allem im kollegialem Dialog, mit emotionalen und rationalen Anteilen, bewusste Kompetenz auf den oben beschriebenen Lernebenen. Allerdings verläuft Phase 3 nicht kontinuierlich sondern es kommt, je nach Erfahrungskontext und Lernmöglichkeiten immer wieder zu Rückschritten und Einbrüchen in Phase 2, mit all den Unsicherheiten, Frustrationen und Blockierungen die das Oszillieren zwischen bewusster Inkompetenz und unbewusster Kompetenz so gut wie immer begleiten. Diese Symptome werden von außen häufig als Unwillen, Phlegma, Unklarheit, Desorganisation, ja Widerstand wahrgenommen  (manchmal von ganzen Teams, manchmal von einzelnen Mitgliedern) und negativ bewertet.
Im Idealfall entsteht mit der Zeit (aber nicht ganz von selbst) immer mehr bewusste/unbewusste Kompetenz (Phase 4) und das Arbeiten mit der Scrum-Methodik und Strukturen, im Team, mit der Scrum-Rolle etc. wird voll beherrscht, automatisiert und durch meist unbewusste Routine-Muster sicher gesteuert.

In der Scrumpraxis sollte und muss also allen Beteiligten die notwendige Zeit für die komplexen Lernprozesse gegeben werden.

  • Scrum als komplexer Lernprozess sollte von Anfang an gezielt thematisiert sein und differenzierte Lernphasen gezielt eingeplant werden.
  • Besonders in Retrospektiven kann der ScrumMaster in seiner Funktion als “Trainer” Lernprozesse zu verschiedenen Themen anstoßen und trainieren (braucht m.E. für Retrospektiven mehr Zeit als meist gedacht).
  • Bei konkret auftretenden Problemen und Konflikten in Plannings,  Sprints, Daily Scrums usw. können situativ Lernsituationen initiiert  und reflektiert werden.
  • Gezielte Phasen der Lernreflexion (Scrum Lessions) können regelmäßig, strukturiert und über eine definierte Zeitspanne angeboten und durchgeführt werden
  • Kollegiale Coachinggruppen für ScrumMaster und/oder Product Owner können kollegialen Lerneinheiten bieten.
  • Externe Unterstützung durch Teamentwicklung, Coaching, Training kann genutzt werden.

Immer wieder fällt gerade im Zusammenhag mit Scrumeinführung auf, dass Lernen in unseren Unternehmen in der Praxis immer noch als “Sondersituation“, ja geradezu als “Luxus“, definiert wird. In der modernen Arbeitswelt mit ihren permanenten Veränderungsanforderungen müssen jedoch gesteuerte Lernprozesse zwingend als normaler Bestandteil der Arbeit, sozusagen als “Tagesgeschäft” gesehen werden, wo immer dies notwendig ist.

Arbeit ist Lernen und Lernen ist Arbeit ist die Devise.

Dieter Rösner
Head of Trainings

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    Tobias Mayer verlässt die Scrum Alliance als Staff Member

    August 30th, 2010 09:34 am by Boris Gloger · No Comments · Good to know, Ideas

    “Tobias will be stepping down as a staff member for the Scrum Alliance September 30th.” Schreibt Jim Cundiff letzte Woche. Ich bedaure das sehr, da meiner Meinung nach Tobias beispiellos engagiert für das Wohl der Scrum Alliance eingetreten ist. Die SA verliert ihn sicher nicht als Contributor, aber eben als Mitarbeiter und Impulsgeber.

    Die Frage, die sich selbstverständlich sofort aufdrängt. Warum? Was ist los? Und wieso verlassen Menschen, von denen ich genau weiß, dass sie nur das Wohl der Scrum Community im Sinn hatten, die SA als Mitarbeiter? Letztes Jahr war es Stacia, dieses Jahr ist es Tobias.

    Dabei ist es erst einmal unerheblich, wieso Tobias, der u.a. unermüdlich für ein  neues, transparentes Programm zur Zertifizierung zum Scrum Trainer gearbeitet hat, geht. Er geht und die SA verliert einen integren, absolut überzeugten Scrum Evangelisten, der für Dezentralisierung, Transparenz, Offenheit und eine klare demokratische Linie stand. Schade. Für mich ein weiteres Indiz für das Gefühl, das mich seit 12 Monaten befallen hat: Die SA geht den Weg der Zentralisierung, der Macht-Bündelung und Institutionalisierung.

    Schauen wir uns das einzige an, was die Scrum Alliance ausmacht. Die Verfügungsgewalt über die eine Zertifizierung, die eigentlich gar nichts kann und die Ken vor ca 4 Jahren an die Scrum Alliance abgetreten hatte. Er, der damals nicht wollte, das eine Person die Macht hat, einen Markt zu kontrollieren, gab sie in eine Institution. Diese Institution hatte nun mehrere Jahre Zeit, ein System zur Zertifizierung von CSTs und CSMs zu etablieren, das den Werten, die wir unseren Kunden, ScrumMastern und Trainingsteilnehmern vermitteln wollen, adäquat ist.

    An diesen Anspruch, der zumindest meiner an die SA war, ist sie bis heute gescheitert! Das derzeit von Tobias nach bestem Wissen und Gewissen etablierte System, in sich gut gemeint, ist in meinen Augen korrupt. Scrum Trainer schreiben Endorsements für Scrum Trainer, Netzwerke und Seilschaften entstehen, weil es nahe liegt, dass dann ein Endorsement geschrieben wird, wenn der andere auch eines schreibt.

    So gut man es auch meint, wenn ich zum Beispiel Peter eine Endorsement schreibe und er mir auch eines schreibt, und ich hoffentlich davon ausgehen kann, dass ihr mir glaubt, dass ich Peter gut genug kenne und ihr mir zutraut, dass ich ein solches Endorsement schreiben kann, so können wir den Verdacht, der bei diesem System zwangsläufig entsteht, nicht wirklich entkräften. Ihr glaubt uns oder tut es nicht.

    Das ist der Grund, warum ich bis dato nach den ersten beiden Anfragen, die ich ursprünglich euphorisch an Andreas Schliep und Peter Hundermark geschrieben hatte, und die mir wirklich nette Endorsements geschrieben haben, die Beschäftigung mit der Neu-Zertifzierung erst einmal eingestellt hatte. Sogar zu Recht, denn die SA diskutiert, lese ich die Emails richtig, schon wieder darüber, ob sie das System ändern wollen und de facto ist es eh vollkommen unwichtig geworden, da die SA nun den SA Registered Education Provider einführt. Das Ende des Berufs des CSTs als Profession ist damit eingeleitet. Organisationen werden als Scrum Registered Education Provider in den nächsten Monaten massenhaft Trainings anbieten. Der CST ist damit dabei, als Profession, als Beruf, der den Ausübenden, ohne Angestellten-Dasein ernähren kann, zu verschwinden.

    Die Trainer und das Board der SA, die diese Zeilen lesen werden, werden mir entgegnen, dass ich mich in den letzen 12 Monaten nicht um diesen Prozess gekümmert habe. Das stimmt, aber ich wusste ihn bei Tobias in den besten Händen, trotz dieses oben erwähnten Aspekts. Das ist jetzt definitiv anders. Ehrlich gesagt, hatte ich auch keine große Lust an einer Diskussion zum Sinn und Unsinn des neues System teilzunehmen, an der die politisch einflussreichsten CSTs in Wahrheit so gut wie gar nicht öffentlich teilnehmen und die Vermutung nahe liegt, dass die echte Diskussion irgendwo in den USA bei einem Bier stattfindet. Wir werden sehen was die Diskussionen zu diesem Thema am Mittwoch beim Scrum Gathering bringen werden.

    Ich halte euch auf dem Laufenden
    Boris

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    Scrum Summer School sagt bye bye

    August 27th, 2010 07:05 am by Boris Gloger · 2 Comments · Scrum, Summer School 2010

    Scrum Enterprise - Die Abenteuer des bor!sgloger Teams




    Der Weltraum – unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2020. Dies sind die Abenteuer von Scrum Enterprise®, das mit seiner 400 Mann (und Frau!) starken Besatzung seit zehn Jahren unterwegs ist, um neue Märkte zu erforschen, mit neuen Denkweisen und neuen Methodologien. Viele Lichtjahre vom Wasserfall entfernt, dringt Scrum Enterprise® in Utopien vor, die nie zuvor ein Mensch zu denken wagte.

    Die Scrum Summer School schließt heute ihre Pforten und verabschiedet sich bis zum Sommer 2011. Wir bedanken uns bei euch für die rege Teilnahme und die vielen Zuschriften und das nette Feedback!

    Wir haben die Scrum Summer School mit der Utopie zu unserem gesellschaftlichen Auftrag beendet.

    Bleibt noch auf einen Aspekt hinzuweisen, den wir versucht haben, in den letzten acht Wochen mit euch zu leben: Das Teilen von Informationen und den respektvollen Umgang miteinander. Wir haben Euch über unsere Projekte, Kunden und internen Aspekte auf dem laufenden gehalten, weil wir ein Unternehmen sind, das leben will, was unsere eigener Anspruch ist. Wir hoffen, es hat euch Spaß gemacht, unsere Gedanken zu teilen.

    Bleibt noch Euch unser Unternehmensleitbild zu zeigen. An diesem Leitbild wollen wir uns ausrichten und in Zukunft gemessen werden.

    • Wir fokussieren uns darauf, in einem Geschäftsbereich “the best of class” zu sein, damit wir das Leben der Menschen nachhaltig positv verbessern können.
    • Unser Unternehmen ist ein Ort der Entfaltung des kreativen Potentials für leistungsorientierte, karrierebewusste und unternehmerisch denkende Menschen, denen wir sehr viel Entscheidungsspielraum einräumen.
    • Individualität ist die Grundlage für den gemeinsamen Erfolg als Team. Teamgeist, vernetztes individuelles Denken und Handeln, sowie die gemeinsame Verantwortung für die übergeordneten Ziele bringen das jeweils beste Ergebnis für unser Unternehmen.
    • Wir verfolgen hohe Ziele für unser Unternehmen: Was wir heute erreicht haben, wollen wir morgen übertreffen, weil es uns Freude macht, das anerkannt Beste zu liefern. Dabei motiviert die Liebe zu unseren Aufgaben unsere Handlungen.
    • Die ständige Herausforderung, uns selbst an unserem Leitbild  auszurichten und uns von diesem Leitbild führen zu lassen, lässt uns diese hohen Ziele erreichen.
    • Wir erfüllen die hohen Ansprüche unserer Kunden OHNE Einschränkungen und wir streben langfristige Beziehungen an. Freundlichkeit, Achtsamkeit und Respekt bestimmen dabei den partnerschaftlichen Umgang mit unseren Kunden.
    • Wir finden innovative Lösungsstrategien für die an uns herangetragenen Herausforderungen, weil wir träumen können und den Status Quo in Frage stellen. Wir setzen die gefunden Lösungen um, messen ihren Erfolg und lernen aus den Ergebnissen.
    • Unsere Vision von Freiheit im Denken und Handeln verlangt von uns größtmögliche intellektuelle, finanzielle  und organisatorische Unabhängigkeit.
    • Wir verstehen uns als unabhängiges globales Unternehmen; wir sind Teil eines Netzwerkes aus weltweiten Verbindungen zwischen unseren internationalen Mitarbeitern, Partnern und Kunden.
    • Wir sehen unser Unternehmen als Teil unserer sozialen Welt, für die wir Verantwortung mit übernehmen.

    Zu guter Letzt, ein Blick auf die nächsten Monate: bis zum Ende des Jahres gibt es viel zu tun bei bor!sgloger: Das Scrum Gathering 2010 in Cape Town steht vor der Tür, es beginnt der Herbst mit einem vollen Trainingskalender, und wir helfen etlichen Organisationen Scrum zu implementieren. Wir müssen neue Mitarbeiter einarbeiten, u.a. unsere neue Trainerin, das Trainingsinstitut braucht stabilere Prozesse, die Vorbereitungen für die OOP 2011 haben begonnen, die 3. Auflage meines Buches muss fertig gestellt werden, der Scrum Day in Berlin mit ImmobilienScout24 ist in Arbeit, die Website braucht ein neues Gesicht und wird mit Inhalten zum Consulting gefüttert … und noch vieles vieles mehr.

    Die Scrum Summer School sagt Bye Bye, Tschüss und Aufwiedersehen.

    Boris Gloger
    und das gesamte bor!sgloger Team

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    Case Study: Kleine Revolutionen im Bundesrechenzentrum

    August 26th, 2010 09:42 am by Katrin Dietze · 4 Comments · Case Study, Summer School 2010

    Endlich – die Case Study der SummerSchool Woche 7 ist fertig!
    Verflixte 7 oder?!

    Wir freuen uns jedenfalls die noch fehlende Case Studies der SummerSchool nachzuliefern und nun auch eine Studie über den anderen Ansatz für die Einführung von Scrum zuhaben: Bottom-up. Und das auch noch aus einer Firma und Abteilung, wo man solche Flexibilität gar nicht erwarten würde. Vorurteil!
    Die Abteilung “Justizanwendungen” des Bundesrechenzentrums (BRZ) hat aus eigenem Antrieb, zuerst sogar ohne externe Unterstützung, und trotz einer Menge Beschränkungen sehr erfolgreich Scrum eingeführt und setzt mit ihrer jetzigen Produktivität Maßstäbe.

    Wie das geht? Lesen! 100830_case study brz

    Ein dickes Danke an CSM & CSPO Mathias Maurer, der gleich für 2 Interviews die Zeit fand und auch noch viel Ausdauer für die ziemlich komplizierte Freigabe “vom Amt” hatte.
    Ich weiss gar nicht wieviel ScrumCooking Einladungen du jetzt bei mir gut hast ;)
    Katrin Dietze
    Hands on Design, Marketing Team

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    Utopie – Quo Vadis?

    August 26th, 2010 09:24 am by Boris Gloger · 2 Comments · Scrum, Summer School 2010

    1. Wie erstellt man eine Utopie, eine Vision für sich, sein Unternehmen, sein Produkt? Eine Antwort dazu findet sich in meinem Buch: Scrum – Produkte zuverlässig und schnell entwickeln. Eine andere Variante ist, sich mal klar zu machen, was man in den nächsten 20 Jahren erreichen will und dann los zu laufen. Sonst bleibt die Utopie ein Traum und wird nie zur Realität.
    2. Das Buch Utopia von Thomas Morus ist wirklich zu empfehlen. Alle Veränderer hatten einen Traum, eine Utopie im Sinne, wenn sie etwas erreichen wollten.
    3. Warum überhaupt eine Utopie? Weil sie Energien freisetzt. Klaus Kobjoll hat treffend formuliert, dass je höher die Ziele, die man sich setzt, sind, desto mehr Energie wird frei gesetzt. Fanatismus, die höchste Form der Energie, ist aber gleichzeitig destruktiv.
    4. Sehr lesenswert zu diesem Punkt sind natürlich auch die Bücher von Tom Peters. Re-imagine! zum Beispiel.

    Der ganz andere Weg! Es gibt Menschen, denen wird angst und bange, wenn sie beginnen, sich mit der Utopie ihres Lebens, ihrer Firma oder anderer großer Themen zu beschäftigen. Es frustriert sie mehr zu sehen, was sie noch nicht haben, als es sie anspornt. Diesen Menschen empfehle ich genau das Gegenteil zu tun: Sich keine Ziele zu setzen, sich überhaupt nicht mit dem großen Wurf zu beschäftigen, sondern ihren inneren Bedürfnissen nachzugehen. Jeden Tag in sich hineinzuhorchen und genau das zu tun, was sie sich JETZT gerade wünschen. Dann ist man nämlich auch bei seiner ganz persönlichen Utopie und lebt sie bereits. Jeden Tag!

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    Job Offer | Product Owner [m/w] | Hamburg

    August 25th, 2010 11:07 am by Boris Gloger · No Comments · Jobs

    Unser Kunde, ein wachstumsstarkes und profitables IT-Unternehmen in Hamburg, sucht zum nächst möglichen Zeitpunkt einen Product Owner (m/w). Scrum hat unser Kunde bereits vor knapp drei Jahren in der Produktentwicklung etabliert.



    Ihre Verantwortung:

    • Entwicklung einer langfristigen Produktstrategie mit hohem Gestaltungsspielraum
    • Definition der Produktanforderungen sowie Weiterentwicklung und Optimierung des Produkts
    • Sicherstellung der Kommunikation von Veränderungen zu internen Schnittstellen und Usern

    Ihre Kompetenzen:

    • Abgeschlossenes Hochschulstudium oder vergleichbare Ausbildung
    • Mehrjährige Erfahrung im Produktmanagement (aber auch Einsteiger erhalten eine Chance)Idealerweise Erfahrung im Online-Business und hohe technische Affinität
    • Sehr gute analytische Fähigkeiten, um technisch komplexe Sachverhalte gut zu strukturieren
    • Idealerweise Erfahrung mit Scrum (theoretische Kenntnisse reichen aus)
    • Sehr gute Englischkenntnisse, weil es viele internationale Teammitglieder gibt

    Bitte senden Sie bei Interesse Ihren Lebenslauf an: Andre.Haeusling@scrumjobs.com

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