Die Wiesbadener Bücherei, Red Adair und das Eindringlings-Detektionssystem der Enterprise. Drei Dinge, die Boris Gloger als Kind nachhaltig beeindruckt haben und genau genommen auch sein Verständnis von Scrum prägen. Wer seinen Terminkalender kennt, stellt sich unwillkürlich die Frage, wann er das alles liest, was er so leichtfüßig aus dem Gedächtnis rezitiert. Er liest einfach in jeder freien Minute. Deswegen erschließen sich ihm in der Regel mehrere und überraschende Sichtweisen auf ein Problem – und entsprechend auch mehrere Lösungen. An Feuerwehrheld Red Adair beeindruckt ihn das überlegte, zielgenaue Vorgehen in brenzligen Situationen. Und dass ein System selbst erkennen kann, wenn etwas schief läuft – so wie es das Raumschiff Enterprise kann – ist für ihn nichts anderes als eine Metapher auf Scrum, das genau so direkt Fehler in einer Organisation aufzeigt. 2002 hat er sein erstes Scrum Team bei der österreichischen ONE (heute Orange Telecommunication Austria) zum Erfolg geführt und hat ab diesem Zeitpunkt wesentlich dazu beigetragen, dass sich Scrum in Europa, Südafrika und Brasilien als de facto Standard der agilen Softwareentwicklung durchgesetzt hat.

"Ken Schwaber und Norman Kerth haben mir gezeigt, dass wir eine Verantwortung haben. Unsere Aufgabe ist es, Menschen dabei zu helfen, ihr Potenzial zu nutzen und unser Wissen darüber, wie das geht, weiterzugeben." Boris Gloger

Nicht weniger als ganz.

„Mut“ ist jener Wert von Scrum, mit dem sich Boris Gloger am stärksten identifiziert. Er hat in seinem eigenen Leben keine Angst vor radikalen Entscheidungen und vor dem Glauben an eine Idee. Für kein Geld der Welt würde er sich Regeln unterwerfen, die keinen Sinn machen. Er glaubt an Scrum, weil es nicht nur bessere Produkte, sondern auch eine bessere und menschlichere Arbeitswelt schaffen kann. Sein Ansatz bei Implementierungen ist es, Menschen nicht zu sturen Anwendern der Scrum-Praktiken zu machen, sondern sie durch Scrum zum Nachdenken und Verändern der Situation anzuregen. Das gilt auch für ihn selbst: Boris Gloger beschäftigt sich ständig mit der Frage, wie Scrum noch einfacher werden kann und wie Unternehmen in ihrer Gesamtheit – ausgehend von Scrum – agil gestaltet werden können.

Boris Gloger – hard facts

  • Studium der Philosophie und Soziologie an der TU Darmstadt
  • Erster, direkt von Ken Schwaber ausgebildeter Certified ScrumTrainer, NLP Practitioner, zertifizierter Business Coach
  • Europäischer Scrum-Pionier, Vor- und Weiterdenker
  • Gründer/CEO der bor!sgloger consulting GmbH und der bor!sgloger training KG
    • Davor Verantwortung als Business Analyst, Projektmanager, Teamleiter Softwareentwicklung in den Bereichen IT-Outsourcing, Mobilkommunikation & Web
  • Über 5.000 Menschen in Scrum ausgebildet, 3000+ zertifiziert
  • Bücher: