bor!sgloger Scrum FlowDas Prozessmodell von Scrum steckt den Rahmen ab, in dem alle Aktivitäten der Produktentwicklung ablaufen. Die Produktentwicklung wird in Scrum in klar abgegrenzte Intervalle – meist 2- bis 4-wöchige Sprints – aufgeteilt. Am Ende jedes Sprints muss das Team auslieferbare Software liefern, die für sich allein lauffähig wäre – auch wenn man die weitere Produktion einstellen würde. Den Ablauf eines Sprints, die darin vorkommenden Rollen, Meetings und Artefakte, nennen wir Scrum Flow. Im Zentrum steht bei der Abfolge der Meetings der Gedanke der ständigen Verbesserung.

Click: Boris Gloger erklärt den Scrum Flow in diesem Video

Der Scrum Flow setzt sich zusammen aus:

  • Rollen
    • ScrumMaster
    • Product Owner
    • (Entwicklungs-) Team
    • Manager
    • Kunde
    • Anwender
  • Meetings
    • Sprint Planning Meeting 1
    • Sprint Planning Meeting 2
    • Daily Scrum
    • Estimation Meeting
    • Sprint Review
    • Sprint Retrospektive
  • Artefakten
    • Vision
    • Product Backlog Item
    • Product Backlog
    • Sprint Goal
    • Selected Product Backlog
    • Aufgaben/Tasks
    • Sprint Backlog
    • Releaseplan
    • Impediment Backlog
    • Produkt-Inkrement – usable Software

Der Sprint wird vom strategischen Planungsprozess umrahmt. Der Product Owner konkretisiert kontinuierlich die Produktvision, aktualisiert und re-priorisiert das Product Backlog (die Liste der Funktionalitäten, die zu erarbeiten sind) und arbeitet mit dem Entwicklungsteam an der Sprint-übergreifenden Releaseplanung. Probleme (Impediments), die beim Erstellen einer Funktionalität auftreten, werden vom ScrumMaster möglichst sofort behoben.

Level of Done

Das entscheidende Prinzip ist: Am Ende eines Sprints muss das Entwicklungsteam potenziell nutzbare Funktionalität liefern. Diese Vorgabe muss an die jeweiligen Entwicklungsbedingungen angepasst werden. Deshalb wird zwischen Product Owner und dem Entwicklungsteam der Level of Done vereinbart. Der ScrumMaster arbeitet mit dem Scrum-Team daran, den Level of Done kontinuierlich zu erhöhen. Im Idealfall wird am Ende des Sprints an den End-User ausgeliefert.