Schmerzen pochen in den Venen – über die Wachstumsleiden in der Skalierung

Enterprise Scrum ist wohl eines der meist diskutierten Themen. Wie gelingt die Skalierung, was muss man beachten, wie trägt man das Mindset in die unterschiedlichsten  Abteilungen und und und. In Vorarlberg beschäftigen sich ziemlich viele Unternehmen mit diesen Fragen, denn rund 180 Zuhörer und aktive Diskutanten kamen am 18. September auf Initiative der „Pionierbasis“ zum Vortrag von Boris Gloger bei Omicron in Klaus, bei dem es um „Enterprise Scrum – die Hard Facts für‘s Engineering“ ging.

Vortrag von Boris Gloger bei Omicron in Klaus (Vorarlberg)

Boris berührte dabei die wirklichen Schwierigkeiten bei der Implementierung von Scrum im großen Umfeld. Diese Schwierigkeiten sind nämlich weniger methodischer oder prozessualer Natur, sondern haben eher menschliche Hintergründe und tangieren Fragen der Organisationsentwicklung. So steht zum Beispiel das Management vor der Aufgabe, Rollen wie den Product Owner tatsächlich zu legitimieren und mit entsprechenden Entscheidungsbefugnissen auszurüsten. Eine Herausforderung der Sonderklasse ist es, dass beim Skalieren weiterhin jedes Team für sich fertig liefern muss, sich dann aber schrittweise mit den restlichen Teams integrieren soll. Während kontinuierlich die nächsten Level der Integration gebaut werden, entstehen so gut wie immer mehr oder weniger starke Wachstumsschmerzen. Die Schmerzen, die viele Organisationen erleben, wenn sie in ihren Integrationsphasen sind und die gerne vermieden werden sollen, pochen um so lauter in den Venen der Organisation, je konsequenter das Management auf Scrum und die Idee von Done setzt. Es wird plötzlich deutlich, wo es in der Zusammenarbeit hakt und wo die Schnittstellenprobleme liegen. Auseinandersetzen wollen sich damit die wenigsten, aber gerade das direkte Ansprechen von Problemen ist der „Kleber“ für die neue Struktur. Vom einzelnen Teammitglied bis zum Management sollte sich niemand diesem Prozess entziehen.

Im Oktober geht es weiter!

Es war nur ein Ausschnitt der Skalierung, der an diesem Abend diskutiert werden konnte. Aber keine Angst – es geht weiter. Das Feedback auf die Impulse von Boris Gloger war so gut und das Interesse an diesem Thema so groß, dass es am 24. Oktober 2012 gleich den nächsten Vortrag in Vorarlberg geben wird! Dann geht es geradewegs in die Organisationsentwicklung mit Scrum und die damit einhergehenden Transformationen im Management. Der Titel: “Das Scrum Prinzip: Agile Organisationen aufbauen und gestalten.” Details zu den Inhalten folgen.

Die Unterlagen zum Vortrag von Boris Gloger „Enterprise Scrum – die Hard Facts für‘s Engineering“ gibt es auch als Download!

v.l.n.r.: Patrick Fritz (Pionierbasis), Boris Gloger, Winfried Peter (Omicron), Prof. (FH) dipl.-Ing. Martin Meusburger