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Agile Croatia Conference 2012

In diesem Jahr fand zum ersten Mal die Agile Croatia Conference im wunderschönen Zadar statt. Und ich hatte die große Ehre, bei diesem wichtigen Event der kroatischen Agile Community die Keynote zu halten. Über 100 Teilnehmer waren da, das Interesse war riesig, die Stimmung großartig und natürlich war schon Zadar selbst die Reise wert.

Meine Keynote hatte den Titel “Continuous innovation and client delight with agile delivery of products and services”. Die Botschaft, die ich den Teilnehmern in Zadar mitgegeben habe: Wir haben aus den Erfahrungen der letzten Jahre viel gelernt. Wenn jetzt Scrum auch in Kroatien an Fahrt gewinnt, dürfen wir nicht wieder den Fehler machen, das Management aus den Diskussionen auszuklammern. Veränderungen durch Scrum betreffen nicht nur ein paar Teams – sie betreffen die ganze Organisation. Daher müssen wir das Management von Anfang an einbeziehen und ihm einen klaren Entwurf seiner neuen Rolle mitliefern.

Ihr könnt euch meine Präsentation auf Slideshare ansehen. Es sollte demnächst auch einen Mitschnitt meiner Keynote geben.

 

Grüße vom Rückweg aus Kroatien,
Boris Gloger

In 54 Stunden von der Idee bis zum Prototyp – Scrum@Berlin Startup Weekend

120 Menschen aus den unterschiedlichsten Bereichen – BWLer, Developer, Designer, Tester, in der Gründungsphase, bereits selbständig oder noch im Studium – haben ihre tollen Ideen mit nach Berlin gebracht. Beim Startup Weekend Berlin vom 4. bis zum 6. Mai wurden innerhalb von 54 Stunden Ideen gepitcht und Teams zusammengestellt, um die Ideen weiterzuentwickeln. Sonntag Abend wurden der Jury bereits MVPs – Minimum Viable Products – präsentiert.

Support von bor!sgloger

Um die Teilnehmer zu unterstützen und die bestmögliche Leistung rauszuholen, wurden Mentoren eingeladen: Experten aus den Bereichen Ideation, Trendforschung, Creative, HR, IT. Und natürlich waren auch Produktverantwortliche aus Unternehmen und Business Angels mit dabei, die bereit wären, in gute Ideen zu investieren. Auch die Helden vergangener Weekends, die mittlerweile erfolgreiche Startups sind unterstützen die Teilnehmer tatkräftig. Und dann waren da natürlich auch noch wir: Olga Repnikova, Sven Blesin und Mathis Christian von bor!sgloger, als Support für die Agile Produktentwicklung!

Mit den hoffnungsvollen Gründern machten wir genau das, was wir sonst in etablierten Unternehmen machen: Wir halfen ihnen, sich mit Hilfe von Scrum zu organisieren, um schnell zu Ergebnissen zu kommen.

Um die Teams auf Schiene zu bringen, hielten wir zunächst einen Quick-Scrum-Workshop ab, in dem wir die Grundprinzipien der Agilen Produktentwicklung erklärten und wie Scrum funktioniert – Flow, Rollen, Meetings und die wichtigsten Artefakte. Und dann ging es mit  Lichtgeschwindigkeit an die Arbeit:  Es wurden User Stories und Epics geschrieben, Roadmaps erstellt, User Stories priorisiert, Sprint Planning 1 und 2 gemacht und gesprintet – nach 2-3 Stunden gingen die Teams in Review und Retrospektive. Es wurde Feedback von Kunden, Mentoren und Teammitgliedern abgeholt, sofort in den Product Backlog übertragen und weiter gesprintet – um sich nach weiteren 2 Stunden über den Backlog zu unterhalten. Denn am Ende des Weekends mussten in der Präsentation vor der Jury tatsächlich die ersten Prototypen gezeigt werden und natürlich sollten die Produkte überzeugen!

Uns hat es großen Spaß gemacht, die Teilnehmer des Startup-Weekends zu begleiten. Natürlich hat es uns auch gefordert, es war eine intensive und sehr dynamische Arbeit, die viele Eindrücke hinterlassen hat. Aber sie hat uns auch auf viele neue Ideen gebracht!

Besonders freut uns natürlich das positive Feedback von Organisator Christian Simon:

"Herzlichen Dank für euren (ich gehe mal davon aus) nachhaltigen Einsatz (auf langfristige Zeit liegt das natürlich in den Händen der Teilnehmer), den wir in kürzester Zeit gemeinsam planen durften. Die unmittelbare Realisierung vor Ort war erfolgreich. Schließlich habt ihr euch instinktiv auf agile Weise an die Bedürfnisse der Startup-Teilnehmer angepasst. Die vier Teams mit 25 Akteuren habt ihr toll in euren Ideen- und Produktentwicklungsworkshop integriert und vor allem: hervorragend motiviert!   Was bleibt? Sie konnten nicht nur ihre neue bzw. klarere Vision über die nächsten Stunden bis zur finalen Präsentation verfolgen. Die einen oder anderen Erfahrungswerte nehmen sie für ihre künftigen Schritte mit. Oh ja, offener Teamspirit ist die Basis für alles :). Ich würde sagen, dass euer Herzblut, eine effektive Bereicherung für das Startup Weekend Berlin 12 war." Christian Simon

NEU im Trainingsprogramm: Management 3.0 – Selbstorganisation braucht Führung

Vorangehen, ein Vorbild sein, immer wissen, was als Nächstes zu tun ist. Das ist das Idealbild eines Managers oder besser gesagt: Eines Menschen, der Menschen führt. Aber wenn die gewohnten Hierarchien und Strukturen durch neue Ansätze wie Scrum hinterfragt werden, keimt manchmal auch in den selbstbewusstesten Führungspersönlichkeiten die Frage auf: „Was ist meine Aufgabe in einer Kultur der Selbstorganisation und Selbstverantwortlichkeit?“
In einer agilen Welt brauchen auch Manager Orientierungshilfen, wenn sie durch den Wandel des traditionellen Führungsverständnisses gehen. bor!sgloger hat mit „Management 3.0 – Selbstorganisation braucht Führung“ ein Training in sein Programm aufgenommen, das Managern persönliche Werkzeuge anbietet, um ihre veränderte Rolle im agilen Umfeld besser zu verstehen, neu zu gestalten und begeistert zu leben. Management 3.0-Trainer Christof Braun ist alles andere als ein Theoretiker. Obwohl ein großer Fan agiler Methoden, hat er als Manager selbst erlebt, wie bisherige Selbstverständlichkeiten plötzlich in Frage gestellt werden und man an die persönlichen Grenzen stößt.

Wer um die Nasenlänge voraus sein will: Das erste Training findet am 22. und 23. Mai 2012 in Kahl am Main statt. Zum Auftakt gibt es am Vormittag des ersten Tages übrigens ein exklusives Trainer-Doppel: Christof Braun und Boris Gloger werden gemeinsam mit den Teilnehmern Freud und Leid des agilen Managements diskutieren.

Christof, du hast in den letzten 30 Jahren sämtliche Karrierestufen vom Softwareentwickler bis zum Manager durchlaufen. Und obwohl du ein glühender Verfechter agiler Methoden bist, weißt du durch Erfahrung am eigenen Leib, dass vor allem das mittlere Management bei der Veränderung durch agile Methoden oft in der Luft hängt. Was sind aus deiner Erfahrung die Herausforderungen und Schwierigkeiten, denen das mittlere Management begegnet?

Christof Braun: Das stimmt, ich bin als Manager lange genau durch eben die Schmerzen gegangen, die heute viele Manager spüren. Eigentlich bin ich mittlerweile davon überzeugt, dass der agile Wandel für Manager am schwierigsten ist. Der Product Owner ist plötzlich die Person mit der Vision, wo es mit einem Produkt hingehen soll. Das Team entscheidet, was und wie entwickelt wird. Und ich sehe dabei zu, wie alles super läuft und darf nur mehr die Urlaubsscheine unterschreiben? Genau so wie andere Manager war ich es gewöhnt, derjenige zu sein, zu dem die Leute mit einem Problem kommen, an dem ich dann meine Entscheidungsfähigkeit bei Fragen der alltäglichen Arbeit demonstrieren konnte. Ich musste auch erst lernen, dass diese Entscheidungsfähigkeit noch immer wichtig und meine Aufgabe ist, aber auf einer anderen Ebene. Es ging nicht mehr ums Instruieren und Kontrollieren. Ich musste dafür sorgen, dass das Team als Ganzes und die einzelnen Menschen im Team wachsen können. Trotz aller Selbstorganisation war ich nach wie vor für die strategische Richtung verantwortlich – schließlich kann man nicht heute in C und aus einer Laune heraus morgen in Java entwickeln. Ich musste meine Mitarbeiter mit der entsprechenden Ausbildung dazu befähigen, ihre Arbeit auf eine neue Art und Weise zu erledigen. Es war meine Aufgabe, mit Menschen zu reden und ihre Bedürfnisse zu identifizieren, eine Umgebung zu schaffen, in der Menschen gerne arbeiten. Denn heute, in einer Welt der Wissensarbeit, ist das der Schlüssel zur Produktivität. Ja, die Aufgaben des Managers verändern sich im agilen Umfeld. Aber gerade dadurch gibt es für das Management auch jede Menge Arbeit – die es bisher vielleicht auch vernachlässigt hat.

Wurden die Fragen des Leaderships in den letzten Jahren im Zusammenhang mit agilen Methoden vernachlässigt? Warum ist dieses Thema so wichtig geworden?

Christof Braun: Ja, Leadership war bestenfalls ein Randthema. In Scrum hat man zwar dem ScrumMaster eine (laterale) Führungsrolle zugestanden, aber die Rolle des Managers kam erst viel später durch die Arbeit von Boris Gloger als zusätzliche Rolle dazu. Ich denke, zu Beginn der agilen Bewegung war das vertretbar. Der Fokus auf die Teams, die unmittelbar an der Produktion beteiligt sind, war richtig. Genau dort beginnt ja der Wandel zur Agilität. Mittlerweile sind aber viele Unternehmen deutlich weiter und viele oder alle ihrer Produktionsteams sind – oft aus eigener Initiative – umgestellt. Das erhöht den Druck auf die restliche Organisation, sich diesem Wandel anzuschließen. Und da sind jetzt eben die Manager an vorderster Front gefragt, selbst agil zu werden und die Transformation des gesamten Unternehmens aktiv zu unterstützen.

Sicher ist die Agilität nicht das Ende der Fahnenstange, und ich weiß auch nicht, wohin die Reise langfristig führen wird. Aber bestimmt nicht zurück zum alten Modell. Jeder, der das doch hofft oder glaubt, wird abgehängt werden. Mitarbeiter werden in Zukunft erwarten, dass die Unternehmen agil sind, Partner und Kunden werden sich darauf einstellen und ein Unternehmen mit altbackenem „Command & Control“-Management wird es nicht mehr schaffen, gutes Personal zu binden oder im Markt konkurrenzfähig zu sein.

Was lernen Manager in deinem Management 3.0-Training, mit welchen neuen Erkenntnissen gehen sie nachhause?

Christof Braun: Die Teilnehmer werden nach diesem Training wissen, wie sie selbst zum wichtigen Unterstützer und Beschleuniger des agilen Wandels werden. Sie lernen, wie sie aus linearen Denkweisen ausbrechen und zwischen „komplex“ und lediglich „kompliziert“ unterscheiden können.
Zum Beispiel lernen sie, wie zu einer agilen Unternehmenskultur passend Mitarbeiterziele formuliert werden. Wir werden im Training praktische Motivationsstrategien einüben, um die Kreativität und die Leistungsbereitschaft der Teammitglieder zu fördern. Wir werden besprechen, wie man Aufgaben vertrauensvoll an die Mitarbeiter delegiert und doch den Überblick behält. Natürlich wird auch besprochen, wie Teams zusammengesetzt werden sollten und wie man teamübergreifend kommuniziert. Es wird ein Wechselspiel aus theoretischen Einführungen und praktischen Übungen, Gruppen- und Einzelarbeiten sein. Ganz wichtig ist mir aber, dass wir offen über unsere persönlichen Erfahrungen sprechen und jeder mit einem konkreten Lösungsansatz für sich selbst nachhause geht.

Warum ist dieses Thema bei bor!sgloger gut aufgehoben? Inwieweit fließen unsere Ideen und Ansätze bei diesem Training ein?

Christof Braun: Wenn wir in unserer Beratungspraxis Unternehmen bei ihrer kompletten agilen Transformation begleiten, begegnen wir Managern, die uns immer wieder nach den oben genannten Themen befragen. Boris Gloger selbst war der Erste, der die Rolle des Managers in der Scrum-Literatur und im Scrum-Framework eingeführt hat. Auch in seinem Buch zum Personalmanagement im agilen Umfeld hat er bereits diese Thematik adressiert. Bei bor!sgloger spielt das Management-Coaching seit jeher eine zentrale Rolle, weil für uns schon immer klar war, dass wir es bei agilen Ansätzen mit einem gesamtorganisatorischen Wandel zu tun haben.

Danke für das Gespräch!

Wer noch mehr über Christof Braun und seine Arbeit erfahren will, schaut am besten auf seinem Blog vorbei: www.manageagile.com

So funktioniert agiles Personalmanagement in der Praxis

Sind Bücher dazu da, um Theorien in Schönheit sterben zu lassen? Bei manchen Büchern ist das sicher der Fall, nicht aber bei „Erfolgreich mit Scrum – Einflussfaktor Personalmanagement“ von Boris Gloger und André Häusling. Wer wissen will, wie die Ideen der beiden mittlerweile auch in der Praxis umgesetzt werden, kann seine Neugier mit einem aktuellen Artikel auf CIO online stillen. „Scrum krempelt Karrierewege um“ heißt der Titel und gezeigt wird darin, wie das agile Personalmanagement in der Werbeagentur Publicis Modem funktioniert.

Hier auf borisgloger.com könnt ihr außerdem nachlesen, wie das damals war, als Publicis Modem (damals P//MOD) Scrum mit unserer Unterstützung implementiert habt. Die Case Study dazu findet ihr hier unter dem Titel “Das Unplanbare planen – Scrum in der Digital Marketing Agentur P//MOD München”.

It‘s your opportunity: Two-day workshop with Don Reinertsen April 16th & 17th 2012, Munich

Boris Gloger recently said in one of his blog postings: „Agile thinking is sometimes offensive, provocative, very often it generates chaos and uncertainty. It falsifies old and outdated ideas by scientifically grounded approaches. This smashes the allegation that agile methods are some kind of statements of faith: There is no such thing as a „God of Agility“. Agile thinking is deeply rooted in empirical methods.“

That is why we invited Don Reinertsen to run a workshop with us in Munich. Based on mathematic and statistical foundations no one shows better than Don how the principles of Lean Product Development take effect. Therewith he shows Scrum-enthusiasts like us the tools and delivers the argumentation why products can be developed faster and more efficiently by using Scrum.

Use the opportunity to learn from Don and discuss with him and Scrum practitioners how his findings can be transferred to Scrum. The number of participants is limited, so please register as soon as possible.

Don Reinertsen‘s two-day workshop (in English)

Second Generation Lean Product Development
Applying the Principles of Flow
April 16th & 17th 2012

Location: Flemings Hotel, Leopoldstrasse 130-132, 80804 Munich/Germany. We reserved rooms for participants (€ 103/night and per person, including breakfast). Please refer to the workshop when booking a room.

Price: € 1.890.- (excl. VAT)

Program 16. April
Program 17. April

For questions and registration please contact: Katarina Blesin, +43 699 1720 5462 or training@borisgloger.com

Die Gelegenheit: Seminar mit Don Reinertsen am 16. und 17. April 2012 in München

Vor kurzem hat Boris in seinem Blog gesagt: „Agiles Denken greift an, ist provokativ, sehr oft erzeugt es Chaos und Verunsicherung. Es bedeutet, dass alte und oftmals überkommene Ideen durch wissenschaftlich fundierte Vorgehensweisen falsifiziert werden. Daran zerbricht auch der Vorwurf, Agilität sei ein Glaubensbekenntnis: Der Gott der Agilität existiert nicht. Agiles Denken ist tief verwurzelt in der empirischen Methode.“

Genau deswegen haben wir auch Don Reinertsen eingeladen, mit uns gemeinsam ein Seminar in München abzuhalten. Auf mathematischen und statistischen Grundlagen zeigt niemand besser als Don, wie die Prinzipien des Lean Product Development wirken. Und damit gibt er auch uns Scrum-Enthusiasten die Argumentation in die Hand, warum mit Scrum Produkte schneller und effektiver entwickelt werden können.

Nutzt die Gelegenheit, von Don zu lernen und mit ihm darüber zu diskutieren, wie sich seine Erkenntnisse auf Scrum übertragen lassen. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, daher sichert euch euren Platz so schnell wie möglich!

Er hält sein zweitägiges (englischsprachiges) Seminar

Second Generation Lean Product Development
Applying the Principles of Flow

am 16. und 17. April 2012

Wo: Flemings Hotel, Leopoldstraße 130-132, 80804 München. Wir haben ein Zimmerkontingent für die Seminarteilnehmer reserviert (€ 103.-/pro Nacht und Person, inkl. Frühstück). Bitte bezieht euch bei der Buchung auf das Seminar.

Preis: € 1.890.- exkl. MwSt

Programm 16. April
Programm 17. April

Rückfragen und Anmeldung an: Katarina Blesin, +43 699 1720 5462 training@borisgloger.com

Es gibt wieder was zu sehen: Neue Videos online

Holt das Popcorn raus und lehnt euch zurück: Boris erzählt in zwei neuen Videos, wie die Sprint Retrospektive und das Sprint Review funktionieren.

Statt vieler Worte setzen wir doch einfach einen Link. Hier könnt ihr euch die Videos im Karteireiter “Scrum” ansehen. Viel Spaß beim Anschauen und Umsetzen!