Wut! Kein Auto mehr von Sixt

January 28th, 2010 12:04 am von Boris Gloger · 4 Comments · Scrum

Heute bestellte ich ein Auto bei Sixt. Online ging das nicht, weil die Website es nicht zuließ, ein Auto für denselben Tag zu bestellen. Also rief ich an. Die nette Stimme auf dem Band bat mich zu warten, hing mich in die Warteschleife, ließ mich einige Tasten drücken und endlich meldete sich eine Frau am anderen Ende. Sie war zwar sehr freundlich, aber leider hatten sie kein Auto meiner gewünschten Kategorie mit GPS.

Also gut, sagte ich, ich nehme eine höhere Klasse. Aber nein, antwortete sie, kein GROSSES Auto wäre verfügbar. Das einzige, was sie mir anbieten könnte, wäre ein C-Klasse Mercedes mit GPS. Okay, meinte ich, ich nehme ihn!

[Ist es nicht eigenartig... man hat eine Premium Card und sie wollen dir kein großes Auto vermieten, auch wenn sie dich zum nächsten Mietbüro verweisen müssten, oder das Auto dorthin liefern, wo man es gerne haben möchte?]

Um 18:30 Uhr ging ich zu Sixt in Frankfurt und bekam mein Auto. Alles war in Ordnung, doch die CD des Navigationssystems fehlte. Also wieder raus aus dem Auto. (Gut, dass ich das geprüft hatte, bevor ich losfuhr.)

Die Frau sagte: Oh ja, das GPS funktioniert nicht. Ich sagte, dass ich ein anderes Auto wollte, mit GPS so wie bestellt. Sie meinte, ich hätte das so nicht bestellt. Ich sagte: Natürlich habe ich das. Das ist der Grund warum ich ein größeres Auto gemietet hatte, als ich ursprünglich wollte. Sie meinte, nein ich hätte kein GPS gebucht.

Ich erklärte ihr höflich, aber bestimmt, dass ich das getan hätte und gerne ein Auto mit GPS hätte. Wiederum sagte sie nein, ich irrte mich. Ich sagte, dass ich kein kaputtes Auto haben wollte und ihr Boss fing an zu erklären, dass das Auto nicht defekt wäre. Ich sagte ihm, dass wäre genau das was sie auch behauptete und dass es nicht okay sei, ein defektes Auto zu vermieten, ohne mich darauf hinzuweisen. Er bestand darauf, dass das Auto nicht defekt sei und dass es völlig sicher wäre.

Ich sagte: Das Navigationssystem funktioniert nicht und in meinen Augen ist das sehr wohl ein Defekt. Er antwortete nur, dass das irrelevant sei, da ich entsprechend ihrer Unterlagen einen C-Klasse Mercedes ohne GPS bestellt hätte. Ich erklärte, dass es nicht meine Schuld sei, wenn die Kollegin im Callcenter das nicht in die Bestellung aufgenommen hätte, denn ich hätte ausdrücklich erklärt, dass ich ein Auto mit GPS wollte. Er antwortete, es sei nicht sein Problem, die Kollegin säße an einem anderen Ort und er wüsste nicht wo.

Ich fragte ihn, ob das das einzige wäre, was er mir anbieten konnte. Keine Rückerstattung, obwohl ich eine Premium Card hätte und LH Senator sei. Er meinte, dass eine Rückvergütung nur möglich wäre, wenn er ein anderes Auto zur Verfügung hätte.

Also sagte ich ihm, dass ich zum letzten Mal ein Auto bei Sixt gemietet habe und dass ich dieses Auto dennoch nehmen müsste, weil ich pünktlich zu einem Meeting erscheinen musste.

Seine einzige Reaktion war, dass dies natürlich meine Entscheidung sei.

Aus dieser kleinen Geschichte habe ich gelernt, dass Autovermietungsunternehmen in Deutschland ihre Kunden nicht zufriedenstellen müssen. Sie verdienen meiner Meinung nach viel zu viel Geld, wenn sie es sich leisten können, Kunden zu verlieren, die ihnen bisher viel Geld eingebracht hatten.

Related posts:

→ 4 Comments

4 Comments so far ↓

  • Janice Firmo

    So sorry my friend and I have to agree with you the rental car companies in Germany don’t need to please the customers.
    :(

  • Bernie Sauter

    Well, sorry to hear this, Boris. But something similar happened to me once in the UK and once in Alaska in respect to the “fuel option” and a baby seat… ;) – and it was Alamo and Hertz respectively, not Sixt. They all suck! – Everywhere!

    • Boris Gloger

      Hi Bernie, I agree, but do we really need to accept this? We need to do something about it.

  • Heiko Stapf

    Hi,

    when I hear this stories about quite simple tasks like “order a car” going wrong I always think, that there is no chance that a task like “order individual software” will ever work out ;)

    Heiko

Write a Comment