Sie sind Teamleiter, Scrum-Master, Projekt-Manager und finden sich in nachstehender Annonce wieder?

Suche: Interaktive Tools zur Teambildung

Biete: Kommunikationsbarrieren, Abstimmungsschwierigkeiten, Rollenkonflikte, Intransparenz, Teamnebel, verkrustete Denkweisen, Handlungsroutinen, Langeweile im Berufsalltag

 

Dann lesen Sie unbedingt weiter!
Der aus meiner Sicht größte Sportler des vergangenen Jahrtausends ist Michael Jordan. Sechsfacher NBA-Champion (National Basketball Association), zweifacher Olympiasieger, Werbefigur, Vorbild, charismatische Persönlichkeit. Mit seiner Spielweise begeisterte er Millionen von Fans und wurde zu einer Legende in der Teamsportart Basketball. Jordan steht allerdings nicht ausschließlich für Superlative und Eintragungen in die Hall of Fame. Nicht wenige sehen in dem Basketballspieler Michael Jordan eine beispiellose Ich-AG, die ihre Teammitglieder durch ihre Art zu spielen zu Nebendarstellern machte und häufig den persönlichen (Korb-)Erfolg offenkundig über den des Teams stellte:

I can remember a game, we were down with about 5 to 10 points, I go off about 25 points, we come back and win the game, we`re walking off the floor. Tex (Winter) looks at me and says: "Michael, there is no "I" in team!"I looked at Tex and said: "There is not. But there is an "I" in win!" Michael Jordan

 

Die vielen Preise, Auszeichnungen und Erfolge geben Michael Jordan recht. Wer jedoch zwischen den Zeilen liest, erkennt zweierlei. Zum einen war die One-Man-Show “Michael Jordan” nur deshalb möglich, weil sich die Mitspieler diesem Umstand unterordneten und (mehr oder weniger freiwillig) ins zweite Glied rückten. Teampsychologisch spricht man in einem solchen Fall von Ergebnisorientierung: “…was oft zur Folge hat, dass Einzelne nicht mehr berücksichtigt werden und somit der Erfolg den Einsatz aller Mittel heiligt.” (http://de.wikipedia.org/wiki/TeamZum anderen ist das Phänomen “Michael Jordan” nicht der Normalfall. In der Mehrzahl der Teams, egal ob im Sport oder im beruflichen Kontext, liegen die Leistungsniveaus viel näher beieinander.

 

Apropos Team? Was ist das eigentlich? Wikipedia definiert den Anglizismus “Team” (= Familie, Gespann) als “einen Zusammenschluss von mehreren Personen zur Lösung einer bestimmten Aufgabe oder zur Erreichung eines bestimmten Zieles.” Mabei und Caird sehen in diesem Zusammenhang u.a. folgende Hauptkriterien als Voraussetzung, damit man von einem Team sprechen kann:

  • Ein Team hat mindestens zwei Mitglieder, diese tragen zur Erreichung der Teamziele mit ihren jeweiligen Fähigkeiten und den daraus entstehenden gegenseitigen Abhängigkeiten bei.
  • Das Team hat eine eigene Identität, die sich von den individuellen Identitäten der Mitglieder unterscheidet.
  • Durch Spezialwissen und die gemeinsamen sachliche/fachliche Herausforderungen soll Kohäsion entstehen.

Viel zu oft hört, liest oder sieht man aber diesen Zusammenschluss mehrerer Personen (siehe oben), der eben noch KEIN richtiges Team ist. Jeder kocht sein eigenes Süppchen, ist verunsichert, hält sich zurück, bleibt auf seinem Wissen sitzen oder kennt seinen Platz im Team noch nicht. Kommt Ihnen das bekannt vor?

 

Ein gewinnbringendes Mittel, solchen Vermummungseffekten zu begegnen und dafür zu sorgen, dass Menschen intrinsisch motiviert und eigendynamisch an einer Status-quo-Veränderung mitwirken wollen und können, ist das (Team-)Spiel. Schon Goethe hat sich dafür ausgesprochen, dass der Mensch einzig und allein dort ganz Mensch sein kann, wo er spielt. Schenkt man diesem Postulat Glauben, dann gibt es doch nur eins: T – U – N.

Probieren Sie es doch einfach mal mit Ihrem Team aus! TUN Sie.

 

 

Zutaten für die „spielerische“ Teambildung

- 1 Rolle Paketschnur

- 1 Rolle Kreppband

- 20 Spaghettis (nicht gekocht)

- 1 Marshmallow

 

Aufgabenstellung

“Baut aus den Zutaten einen freistehenden Turm, auf dessen Spitze der Marshmallow sitzt. Dafür habt ihr 18 Minuten Zeit. Ziel ist es, den Turm so hoch wie möglich zu bauen.”

 

Organisationshinweise

Gespielt wird an einem Tisch ohne Stühle (stehend). Halten Sie die Timebox ein und informieren Sie das Team regelmäßig über die verbleibende Spielzeit. Teilen Sie Beobachter ein. Machen Sie Fotos von den Lieferungen und machen Sie diese für alle im Unternehmen sichtbar.

 

Feedback

Nutzen Sie die Spielenergie für ein ausführliches Feedback. Unterteilen Sie das Feedback in Aussagen zu Planung, Entscheidung, Produktion, Ergebnis. Welche Rollen haben Sie gesehen? Was hat die Produktivität behindert? Welche Verhaltensweisen kommen Ihnen im beruflichen Berufs- und Teamalltag bekannt vor etc.?

 

David Holzer, Scrum Consultant