Immer mehr Software Entwicklungsabteilungen setzen darauf, ihre Entwicklungsprojekte an mehreren Standorten durchzuführen. Meine Beobachtung der letzten Wochen ist, dass jetzt auch in Deutschland immer mehr kleine und mittelständige Firmen out-sourcen. Selbst Firmen mit nur 30 bis 60 Mitarbeiter haben plötzlich innerhalb Deutschlands oder im Ausland (Indien, Slowakai, Polen, Ungarn) ihre Entwicklungsmannschaften auf mehreren Standorten verteilt arbeiten.

Dafür gibt es eine Vielzahl von Gründen: 

  • Nicht genügend gute Software Entwickler im eigenen Land oder in der eigenen Stadt.
  • Die Kosten für die Entwicklung müssen gesenkt werden und daher sucht man billigere Entwicklungsmitarbeiter in anderen Ländern.
  • Es werden Firmen aufgekauft und nun werden die Ressourcen gemeinsam genutzt.

Agiles gemeinsames Arbeiten erfordert, dass man miteinander kommuniziert. Die Produktivitätskiller liegen in der Regel daran, dass man nicht miteinander ausführlich genug kommuniziert hat.

Zusammenarbeiten in der agilen Software Entwicklung heißt vor allem: Miteinander Reden: am Flip-chart, am Whiteboard, am selben Rechner.

Heißt dass, dass man nicht vernünftig mit verteilten Teams arbeiten kann? Nein, heißt es nicht. Es gibt ein paar wirklich gute Lösungsansätze, die wir in der Community zusammen getragen haben. 

Am wohl effektivsten ist der neue moderne Ansatz den Jeff Sutherland in seinem Vortrag: Reaching Hyperproductivity with Outsourced Teams, gezeigt hat. Er hat mit diesem Vortrag gezeigt, dass ein  unkonventionelles Vorgehen sehr erfolgreich sein kann. Ist es die einzige Möglichkeit? Sicher nicht – aber das Prinzip ist immer das gleiche: Erzeuge ein Höchstmass an produktiver Kommunikation. Tools können das für Euch nicht übernehmen.

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„Mut“ ist jener Wert von Scrum, mit dem sich Boris Gloger am stärksten identifiziert. Er hat in seinem eigenen Leben keine Angst vor radikalen Entscheidungen und vor dem Glauben an eine Idee. Für kein Geld der Welt würde er sich Regeln unterwerfen, die keinen Sinn machen. Er glaubt an Scrum, weil es nicht nur bessere Produkte, sondern auch eine bessere und menschlichere Arbeitswelt schaffen kann.