Merlin Mans (www.43folders.com),  der offensichtlich sehr viel schreibt, hat eine Liste zusammen gestellt, wie man seine Schreibblockaden überwindet.  “Hack your way out of writers block”

Wenn man genau hinschaut sind es immer diese vier Dinge, die davon abhalten zu schreiben:

  1. Perfektionismus — Ich darf keine Fehler machen!
  2. Angst vor Kritik — Was wohl die anderen sagen?
  3. Man will gar nicht schreiben. — Wäre es cool, wenn ich auch ein Buch hätte.
  4. Zu viele Ideen — Ich kann mich nicht entscheiden.

Mein Tipp, und für den Ursprung dieses Tipps bin ich Julia Cameron (Von der Kunst des Schreibens) total dankbar, ist einfach loszulegen. Es ist ganz egal wie viel Sie schreiben wollen, aber nehmen Sie sich selbst und das Papier nicht so wichtig.

Einfach loslegen: Einfach hinsetzen und schreiben. Einen Notizblock einen Küchenzettel, eine Rückseite eines Briefumschlages …. egal.

“Schreiben ist wie Atmen”,

schreibt Julia Cameron. Sie meint es tatsächlich so. Sie schreibt weiter, “was wäre, wenn es so etwas wie Schriftsteller gar nicht gäbe? … Was wäre, wenn man an das Schreiben heranginge, wie an eine Wildwasserkajakfahrt?”

Dann die Aussage, bei der es in meinem Kopf “Klick” gemacht hat. Griechisch: Heureka!

Der Akt des Schreibens macht einen Menschen zum Schriftsteller.

Da war er, der Gedanke, der mein Denken in einer Sekunde verändert hatte. Ich war ein Schriftsteller, nicht weil ich ein Buch veröffentlicht hatte, sondern weil ich schrieb.

Der zweite Aspekt ist mindestens genauso interessant und vielleicht sogar bedeutender:

Wenn wir auf das Wort “Schriftsteller” verzichten, wenn wir einfach zurückkehren zum Schreiben als Akt des Beobachtens und Benennens, dann lösen sich einige der unbequemen Regeln auf.

Dieses Denken befreit. Es befreit die eigenen Worte aus dem Ungesagten, aus dem Ungeschriebenen. Der Gedanke erschafft das eigene Schreiben als einen Akt des Sich-Selbst-Erschaffens. Der “Wille zur Macht” (Nietzsche) war nichts anderes als der Versuch sich selbst zu erzeugen.

Schreiben ist das Befreien der eigenen Worte. Das Formulieren, das Neuschreiben, ist das Klären, das Konkretisieren des eigenen Gedankens. Ob Ihre Gedanken von einem anderen gelesen werden, spielt eine untergeordnete Rolle. … Ok, nicht wirklich … ich schaue jeden Tag, ob dieser Blog gelesen wird. …

Am Anfang des Schreibprozesses ist die Befreiung vom Wunsch der Anerkennung durch andere ein entscheidender Schritt hin zum eigenen Schreiben.

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„Mut“ ist jener Wert von Scrum, mit dem sich Boris Gloger am stärksten identifiziert. Er hat in seinem eigenen Leben keine Angst vor radikalen Entscheidungen und vor dem Glauben an eine Idee. Für kein Geld der Welt würde er sich Regeln unterwerfen, die keinen Sinn machen. Er glaubt an Scrum, weil es nicht nur bessere Produkte, sondern auch eine bessere und menschlichere Arbeitswelt schaffen kann.